Sicherheit
Smartphone-Datenschutz: 8 Einstellungen, die in 15 Minuten erledigt sind
Ein Smartphone ist ab Werk auf Bequemlichkeit eingestellt, nicht auf Zurückhaltung. Mit einer knappen Viertelstunde in den Einstellungen lässt sich das deutlich verschieben.
Redaktion Smarteroutine · 14. Juli 2026 · 6 Min. Lesezeit

Die folgenden Punkte funktionieren auf iPhone und Android sehr ähnlich. Die Menüs heißen je nach Modell etwas anders – die Suchleiste in den Einstellungen führt meist am schnellsten zum Ziel.
1. App-Berechtigungen durchsehen
Öffne die Berechtigungsübersicht und prüfe, welche Apps Zugriff auf Kamera, Mikrofon, Kontakte und Standort haben. Eine Taschenlampen-App braucht keine Kontakte. Alles, was nicht plausibel ist, entziehst du – die App fragt bei Bedarf erneut.
2. Standort auf „Beim Verwenden“ stellen
Dauerhafter Standortzugriff im Hintergrund ist selten nötig. „Beim Verwenden der App“ genügt für Navigation, Wetter und Lieferdienste und spart zusätzlich Akku.
3. Werbe-ID zurücksetzen oder deaktivieren
Beide Systeme bieten eine Kennung für personalisierte Werbung. Auf dem iPhone steuert das „App-Tracking erlauben“, auf Android findet sich der Punkt unter Datenschutz und Werbung. Deaktivieren reduziert die Wiedererkennung über Apps hinweg.
4. Sperrbildschirm und Code prüfen
- Mindestens sechsstelliger Code, kein Geburtsdatum.
- Automatische Sperre nach 30 bis 60 Sekunden.
- Benachrichtigungsinhalte auf dem Sperrbildschirm ausblenden.
5. Updates automatisch installieren
Die meisten erfolgreichen Angriffe nutzen bekannte, längst geschlossene Lücken. Automatische System- und App-Updates sind deshalb die wirksamste einzelne Maßnahme überhaupt.
6. Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren
Für E-Mail-Konto, Cloud-Konto und Online-Banking. Eine Authenticator-App ist sicherer als SMS-Codes, weil sie nicht von der Mobilfunknummer abhängt.
7. Backup einrichten und einmal testen
Ein Backup, das nie überprüft wurde, ist eine Vermutung. Sieh in den Einstellungen nach, wann die letzte Sicherung gelaufen ist, und öffne stichprobenartig ein gesichertes Foto.
8. Alte Apps löschen
Apps, die du seit Monaten nicht geöffnet hast, erhalten oft keine Sicherheitsupdates mehr, behalten aber ihre Berechtigungen. Deinstallieren ist hier die einfachste Form von Datenschutz.
Setze dir einen wiederkehrenden Termin, etwa zweimal im Jahr. Dann bleibt aus der Aufräumaktion eine kurze Routine statt eines großen Projekts.
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